Die Vorratsdatenspeicherung

Mittwoch, 21. November 2007, 11:12

Und jetzt noch einmal zum Mitschreiben für alle: Unter vorratsdatenspeicherung.de gibt es die Möglichkeit, der Rechtsanwaltskanzlei Starostik eine Vollmacht zur Führung der Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung zu geben. Wer dort nicht mitmacht, hat es mit zu verantworten, wenn dieses Land noch weiter in den Überwachungsstaat abdriftet.
Worum geht es denn bei dieser Vorratsdatenspeicherung nochmal? Versendest du E-Mails? Es wird protokolliert, wer wann wem eine E-Mail geschickt hat. Benutzt du ein Handy? Es wird protokolliert, wer wann wen angerufen oder wem eine SMS geschrieben hat. Dazu wird gespeichert, wo sich die Person gerade aufhielt (das GSM-Netz steckt voller wunderbarer Möglichkeiten).
Und nicht nur das: Sollte das Gesetz in der jetzigen Form in Kraft treten, ist's Essig mit der Anonymität: Selbst die Betreiber von Anonymisierungsdiensten wie Tor müssen die Daten, die ihnen zur Verfügung stehen protokollieren. Bei einem etwas größeren Node kommt man da auf ca. 500GB für die 26 Wochen Speicherungsfrist. Da das niemand bezahlen kann oder will, wird sich die Anzahl der Tor-Nodes in Deutschland sicherlich beachtlich reduzieren - nicht jeder hat Lust auf eine Auseinandersetzung mit den Strafverfolgungsbehörden. Auch ich werde, sollte das Gesetz in Kraft treten, meinen Node abschalten.
Also, jetzt die Verfassungsbeschwerde unterschreiben, nicht später meckern, wie schlimm doch alles geworden ist. Du kannst etwas ändern.
- Dennis
Update: hier mehr zum Thema - we are fucked individually.

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